Besuch auf den ABC-Inseln Sept./Okt.2011
Veröffentlicht auf 20. Oktober 2011
Hurra, da sind sie ja!!!!!
Fast hätte es nicht geklappt, da sich Dany kurz vor Urlaubsbeginn die Windpocken eingefangen hat. Aber zum Glück gab sein Arzt grünes Licht und jetzt können wir unsere Freunde aus der Schweiz Dany und Army an Bord herzlich willkommen heissen.
Willkommen waren selbstverständlich auch wieder die „Mitbringsel“. Sehnsüchtig erwarteten wir die Kabel, damit Robert unsere Funkanlage in Ordnung bringen kann. Auch die Anoden für unsere Antriebspropeller waren im Gepäck. Von unserer Freundin Claudia wurden heissbegehrte Bücher mitgebracht und auch einige guten Sachen, um unseren Gaumen zu schmeicheln, wurden von Army und Dany durch den Zoll geschmuckelt. Zum dritten Mal dieses Jahr wurde die Schweizer Gastflagge gehisst und mit einem Gläschen Sekt die Götter Neptun und Elios um gutes Wetter gebeten.
Erst mal raus aus den Jeans und rein in die Badehosen- ab ging’s ins Hyatt. Mit einem kühlen Bier wurde die gute Ankunft begossen.
Ausgestattet mit frischen flauschigen Hyatt Handtüchern konnte auch das erste Bad im Karibischen Meer angetreten werden.
Zurück auf nuwam2 wurden die Kabinen belegt und sich schon mal mit dem Bordleben vertraut gemacht.
Die grobe Törnplanung wurde am besten beim Apèro besprochen.
Wir hatten für die nächsten 3 Tage ein Auto gemietet, damit konnte die Entdeckung der Insel in Angriff genommen werden.
Curacao liegt im Süd der Karibik und ausserhalb der Hurrikan Zone. Aruba und Bonaire sind die Nachbarinseln. Die Bevölkerung beträgt rund 150‘000 Einwohner, wovon der meisten rund um die Hauptstadt Willemstad wohnen. In harmonischem Einvernehmen leben auf dieser kleinen Insel rund 50-60 verschiedene Nationalitäten zusammen. Nachkommen afrikanischer Sklaven, Immigranten aus Europa, Latein Amerika, Asien und Nord Amerika. Die meisten Einwohner sprechen verschiedene Sprachen. Die Hauptsprachen sind Papiamento (die lokale Sprache), Holländisch, Spanisch und Englisch.
Auf dem Weg nach Westpoint besuchten wir den Christoffel National Park und bestaunten seine Attraktionen. Verschlungene Pfade führten uns zu einer kleinen romantischen Bucht. Leider wurde ein Bad hier durch einen heftig einsetzenden Regenschauer verhindert und trieb uns schnellstens zurück zum Auto. Ein besonderer Anziehungspunkt ist auch eine tiefe Felspalte, die von den heran tosenden Wellen seit Jahrtausenden mit riesigem Spektakel immer tiefer ausgehöhlt wird.
Eidechsen kreuzen unsere Wege und diesmal mussten wir auch nicht die Leguane suchen, nein- einer stürzte direkt vom Dach der Imbisshalle vor unsere Füsse. Vielleicht wollte er Selbstmord begehen, beim Anblick der vielen Touristen.
Das wohlverdiente Bad nahmen wir in der grossen Knip Bay. In der Destellerie, wo der original Curacao Blue hergestellt wird hielten wir auch kurz für eine Degustation an.
Willemstad und damit auch der Besuch beim Zoll und Immigration für die Ausklarierung, standen am nächsten Tag auf dem Programm.
Der Wetterbericht sagte guten Wind voraus und so stand der Überfahrt nach Bonaire nichts mehr im Weg. Sinnflutartiger Regen und Wind bis zu 45 Knoten Stärke machten uns die Einfahrt nach Bonaire nicht gerade angenehm. Das Meer brodelte wie ein Hexenkessel und wir entschlossen uns, nicht an die Boje zu gehen, sondern direkt in den Hafen zu fahren.
Der nächste Tag weckte uns mit Sonnenschein und glatter See und wir haben sogar „unsere Boje“, direkt vorm Tauchshop ansteuern können. Von hier aus haben wir kleinere Touren zu verschiedenen Buchten unternommen.
Einmal vorbei an den Salinen zum kitschig schönem Pink Beach.
Ein BBQ auf Klein Bonaire durfte natürlich auch nicht fehlen.
Die alljährlich Regatta stand bevor und alles bereitete sich für diesen grossen Event vor. Imbissstände, allerlei Verkaufsbuden
und eine grosse Tribüne für die verschiedenen Bands, die Abends auftreten, wurden aufgebaut. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. In Karels Bar wurde beim Sun Downer gestartet
und dann auf den Umzug der Regattateilnehmer gewartet. Viele Nationen nahmen teil, und wie soll’s anders sein, auch eine Schweizer Mannschaft war dabei.
Afrikanische Rhythmen heizen richtig ein und an guten Tänzern fehlt es nicht.
Das junge Publikum schaut schon mal sehr interessiert ob man da was lernen kann.
Als nächstes Ziel haben wir uns die Eroberung von Klein Curacao vorgenommen. Unter Spinnaker gingen wir nach einer gemütlichen Überfahrt von ca. 4 Stunden vor Anker.
Die täglichen Touristenboote fuhren auch bald ab und die Insel gehörte nur noch uns- ab ins Dinghy und an Land! Weisser Pulversand schmeichelte unseren Füssen, Pelikane tauchten pfeilschnell neben uns ins Wasser um ihre letzte Beute vor der Nacht zu fangen und Army und Robert suchten sich schon mal eine Hütte am Strand aus.
Ein Spaziergang zum Leuchtturm und zum Wrack liessen unsere Fantasien spielen
und der Tag wurde mit einem faszinierenden Sonnenuntergang abgeschlossen. Leider geht auch dieser Urlaub mal zu Ende und nach 2 ½ Wochen sind wir wieder zurück in Curacao in Spanish Water. Zum Abschluss gehen wir mit unseren Freunden in die Jan Thiel Bay und geniessen beim Apèro noch einmal den Sonnenuntergang in der Karibik.
Wir hatten viel Spass mit euch und wir hoffen auch ihr habt euren Segeltörn genossen. Auf jeden Fall wart ihr sehr seetüchtig und jederzeit wieder herzlich willkommen auf nuwam2!
So, und wir bereiten uns nun auf die nächste Saison vor. Bald geht es weiter, denn die Hurrikan Saison neigt sich dem Ende zu und neues Land gibt es zu entdecken. Am 31. Oktober geht es mal wieder raus aus dem Wasser, denn ein neues Antifouling muss aufgetragen werden. Diesmal machen wir die Arbeiten selber, d.h. es muss einiges organisiert werden.
Robert hat sich schon mal um unsere Funkanlage gekümmert, die ja bis jetzt leider nie richtig funktioniert hat. Wir hatten Kontakt mit Herrn Jürg Drexhagen von der Firma Yachtfunk (www.yachtfunk.com) aufgenommen. Er ist als Profi in diesem Bereich unter den Seglern bekannt und man kann seine Unterstützung in schwierigen Fällen anfragen. Durch online Zugriff auf unsere Anlage konnten die Software Einstellungen im Vorfeld schon mal von ihm ergänzt werden. Robert hat die Kabel, die wir von Herrn Drexhagen bezogen hatten, ersetzt und siehe da- beide Änderungen führten zum vollen Erfolg.
Unsere Planung für die nächste Saison sieht im Moment wie folgt aus:
Dezember 2011 > Jamaika > Cayman Inseln
Januar-Februar 2012 > Kuba
März-Mai 2012 > Bahamas > Turks & Caicos
Ab hier wissen wir noch nicht wohin uns der Wind führt, nach Norden oder nach Süden!