Amerika- wir kommen! Mai/Juni/Juli 2012

Veröffentlicht auf 22. Juli 2012

Nach 53 Stunden und ganz guten Konditionen, Ab und zu ein kleiner Regenschauer

erreichen wir die Ostküste von Amerika. Der Empfang ist Aufsehen erregend. Abfangjäger und Helikopter umkreisen uns, Kriegsschiffe stehen auf Beobachtungsposten und ein U-Boot taucht aus dem Nichts neben uns auf- wow Eindrucksvoll! Aber dieses Spektakel war nicht für uns. Wir segeln den St. John River hoch bis Jacksonville/Florida, unser erstes Ziel an der Ostküste. Vor Down Town warten wir bis sich die Brücke öffnet, damit wir am kostenlosen Stadtpier anlegen können.

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Das Schlaraffenland der Fast Food Ketten erwartet uns und die Männer entscheiden sich spontan für das „Hooters“, denn hier bedienen junge Girls in heissen Hotpants, da ist das Essen nicht mehr so wichtig, denn wie sagt man so schön:“….das Auge isst mit!“,

Die Einklarierung am nächsten Tag ging vollkommen reibungslos und schnell über die Bühne. Nur Immigration, die gleichzeitig Custom mitmachen und noch nicht einmal die Ausklarierungspapiere vom letzten Aufenthaltsort sehen wollen. Gleichzeitig und im selben Gebäude wurde das Cruising Permit ausgestellt ($19.00 für ein halbes Jahr) und schon durften wir wieder abziehen.

Als nächstes wichtige Ziel war „WAL MARKT“ angesagt. Ein Mega Einkaufstempel, wo man fast alles findet und sich stundenlang aufhalten kann. Wir sind auf der Suche nach Fahrräder und werden auch sehr schnell fündig. Jacksonville--die-mussen-auch-noch-an-Bord.jpg

Wenn einem etwas nicht gefällt oder man mag nicht mehr, was man sich mal ausgesucht hat, ist es kein Problem das innerhalb von 90 Tagen wieder zurück zu geben, ohne unbedingt den Grund anzugeben und erhält anstandslos sein Geld wieder zurück. Wir tauschen 2 Fahrräder wieder um, gaben eine Luftpumpe zurück. Und auch zwei „Kindle“ (Elektronische Bücher) konnten wir wieder zurück geben, da das nicht die richtigen Modelle waren. Ein super Kundendienst,  den man sich bei uns auch mal überlegen sollte.

Unser erster Ausflug mit dem Fahrrad ging nach Jekyll Island, einer kleinen Insel mit gut ausgebauten Fahrradwegen und einem hübschen Historic Center.

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Bis zu unserem Endziel Deltaville in Cheasepeack Bay/Virginia müssen wir ca. 820 Meilen Wasserweg auf dem  Intracoastal Waterway „ICW“ zurücklegen. Der Atlantic Intracoastal Waterway ist eine 4.800 km lange Küstenstrasse entlang der Atlantikküste und Golfküste in den Vereinigeten Staaten. Er reicht von Florida bis nach Boston in Massachusetts und dient sowohl kommerziellen Zwecken, als auch zur Erholung. Der ICW besteht aus natürlichen Kanälen, Salzwasserflüssen, Buchten und künstlich angelegten Kanälen.

 

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Die Fahrt führte uns durch 5 Staaten: Florida, Georgia, South Carolina, North Carolina und Virginia. Wir besichtigen Savanna,Savannah-River.jpg

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Beaufort, Charleston, Georgetown, Swansboro, Orientel, Elisabeth City, Norfolk, Hampton.

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Die Flora und Fauna ist so abwechslungsreich, jeden Tag gibt es immer wieder etwas Neues zu bestaunen. Alle Arten von Wasser- und Landvögel sind zu beobachten. Die Seeadler sind hervorragende Baumeister und bauen ihre sturmerprobten Nester Adlernest.jpg

oft auf die Wegweiser im Wasser, wobei sie keine Scheu vor vorbeifahrenden Booten haben, im Gegenteil, man könnte meinen sie zeigen ihren Nachwuchs auf dem Präsentierteller, so als wollten sie sagen „schaut her, was wir für wundervolle Kinder haben“. Schnappschildkröten sitzen auf aus dem Wasser ragenden Baumstümpfen, Wassermokassinotter schlängeln sich auch mal in der Nähe unseres Bootes vorbei Moquasin-Watersnake.jpg

Ab und zu taucht mal ein Alligator auf Begegnung-mit-Aligator-Kopie-1.jpg

Delfine tummeln sich in Scharen und selten, aber doch zu unserer grossen Freude taucht auch mal ein Manatee kurz auf.FL_fig04-1-.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwarz- und Waschbären können beobachtet werden.

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Die Landschaften die an uns vorüber ziehen faszinieren ebenfalls. Vorbei an verschlafene kleine Ortschaften, fahren wir stundenlang durch weites Marschland ohne anderen Boot zu begegnen.Pipeline-Canal.jpg

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Dann kann man wunderschöne Häuser die am Ufer im Nirgendwo stehen bewundern. Städte mit herrlichen Herrenhäusern erinnern an "Vom Winde verweht" Kulissen und jederzeit erwartet man, das Rhett Butler oder Scarlett O'Hara aus dem Haus tritt.

ICW, Villa 6

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Verschiedene Flüsse werden durchquert (z.B. Waccamaw River, Elisabeth River, Alligator River), da wird es schon mal etwas Enger.

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Es geht durch verschiedene Sounds, die sich zum Teil unüberschaubar erweitern, dann findet man hinter kleinen Inseln gute Ankerplätze für die Nacht. Am-Steg-in-Dismal-Swamp-Canal.jpg

Viele Brücke müssen passiert werden- unter einigen kommen wir durch, andere müssen extra für uns geöffnet werden. Das ist immer mit ein bischen Kitzeln verbunden, müssen wir warten oder sind wir in der richtigen Zeit da. Manchmal-wird-es-auch-mal-Enger.jpg

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Vom Pasquotank River wählen wir die Route über den Dismal Swamp Canal um in die Chesapeake Bay zu kommen.Dismal-Swamp-Canal--Meilen-um-Meile-gerade-aus.jpg

Der Kanal wurde im Jahr 1728 zum ersten Mal vorgeschlagen, um den Transport in den Norden erheblich abzukürzen und 1805 in voller Länge eröffnet. Von Elisabeth City aus fährt man Meilen weit durch den engen Tuners Cut bis zum South Mills Lock, der ersten Schleuse. Die Durchfahrt war ein kleines Abenteuer,schliesslich war es für uns das 1. Mal durch eine Schleuse zu gehen und schon ein gutes Training für den Panama Kanal. 715-Meilen-bis-hier.jpg

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Der Kanal geht bis auf einen kleinen Knick gerade aus durch den wunderschönen Naturpark Great Dismal Swamp National Wildlife Refuge

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und endet mit einer 2. Schleuse am Deep Creek kurz vor Norfolk. Durch den Elisabeth River erreichen wir dann nach unzähligen Motorstunden Deltaville in der Chesapeake Bay und gehen im Rappahannock River vor Anker am 22. Juni 2012 vor Anker. Hier suchen wir eine Marine die unsere nuwam2 wieder einmal aus dem Wasser nehmen kann, um die Hurrikan Saison zu überbrücken. Es gibt hier rund um die Bay auch sehr viele Marinas, aber nur 2 sind für das Auswassern von Katamaranen mit 22 Fuss Breite geeignet. Die Erste Marina, die man uns empfohlen hat ist die Deltaville Boatyard mit einem 75Ton Travel Lift und die Zweite die Chesapeake Boat Works mit einem Small marine railway – für Boote mit 125 tons und 24 Fuss Beam. Wir entscheiden uns nach Gesprächen und Offerten für die Deltaville Boatyard und stehen jetzt auf dem Trockendock. Viel Arbeit erwartet uns. Als erstes muss unser defekter Autopilot, der vom Blitzschlag in Kuba getroffen wurde, wieder instand gesetzt werden. Neue Teile müssen bestellt werden. Die Segel sind für einige Reparaturen abmontiert. Ein neuer Sonnen und Regenschutz ums Cockpit soll angefertigt und installiert werden. Die Motoren bekommen ihren 1000 Stunden Service und und und, alles aufzuzählen führt zu weit. Wir können jedenfalls die Wartezeit bis zu unserem Flug am 09. August 2012 nach Europa sehr gut überbrücken. Zum Glück haben wir Swimmingpool, Grillhütte und einen netten Aufenthaltsraum mit Klimaanlage auf dem Gelände, um uns nach getaner Arbeit zu erholen. Auch die Umgebung von Deltaville ist sehr hübsch und wird mit dem Fahrrad besichtigt. Viele nette Leute haben wir unterwegs und auch hier getroffen. BBQ’s sind ein netter Zeitvertreib und werden mit Budweiser und Smalltalks aufgepeppt. BBQ-am-Sonntag.jpg

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                                   Das wird einfach ignoriert!

Geschrieben von nuwam2

Veröffentlicht in #Reiseberichte

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