Bahamas- blaues Mirakel!

Veröffentlicht auf 6. Mai 2012

Von Long Island konnten wir uns fast nicht mehr trennen. Vom South Point segelten wir mit 8-10 Knoten über 2-4 Meter türkisfarbenes Wasser, mit kurzem Stopp auf Conch Cay in die Thompson Bay.

Baha.blaue Lagune

An die geringe Wassertiefe muss man sich erst gewöhnen und es ist ein prickelndes Gefühl, aber auch der absolute Wahnsinn. Man saust ohne Wellen dahin, nur den Wind in den Ohren und fühlt sich grenzenlos frei.

Baha.Seestern

Im Long Island Breeze Yachtclub fanden wir Internet und Waschmaschinen, endlich konnten wir mal wieder die alltäglichen Dinge der Zivilisation nutzen. Ein Supermarkt erfüllte auch unsere kulinarischen Wünsche und der Kühlschrank wurde aufgefüllt. Da es keine öffentlichen Verkehrsmittel auf der Insel gibt, erkundeten wir die nähere Umgebung per Anhalter. Was sich als sehr leicht herausstellte, denn jeder hielt sofort an wenn wir winkten und nahm uns mit. Mit ca. 3.500 bis 4.000 Einwohnern geht es auf dieser Insel sehr relaxt zu und jeder kennt jeden.

Trotzdem muss es mal weiter gehen und Great Exuma war unser nächstes Ziel. Auch diese Strecke legten wir wieder im Eiltempo zurück. Zwischen 90-120° und 15-20 Knoten Wind, das sind die idealen Segelbedingungen und es macht unbeschreiblichen Spass am Ruder zu stehen, so dass wir unseren automatischen Piloten „Max“ gar nicht so sehr vermissen.

In George Town wurde einklariert, was hier besonders schnell und locker abgewickelt wird. Ein Jahrespermit kostet 300.00 Dollar, nicht billig, aber dafür kann man überall ankern, seinen Müll abliefern und erhält eine Lizenz zum Angeln. Wir ankerten gegenüber auf Stocking Island vor dem Sand Dollar Beach.Sand Dollar Beach

Beachtliche Sanddünen bedecken dieses kleine Island und ermuntern einen, ausgedehnten Spaziergängen auf kleinen Sandwegen zu unternehmen. Etwas weiter liegt Chat n‘ Chill Beach, hier tummeln sich diejenigen, die es etwas turbulenter mögen.

Baha.American way of live

Weiter geht’s zu Leaf Cay, wo uns ein fantastischer Sonnenuntergang bei unserem Käsefondue begleitet. Eine „Schweizer Woche“ war angesagt, zuerst Fondue und mit Kalbsleberli und Rösti ging’s weiter. Baha.CH-Woche mit Fondue

In 2 Tagen ist ein „Norther“ mit 25-30 Knoten Wind angesagt und so muss eine Bucht ausgesucht werden, die uns gut gegen diese Winde schützt. Wir entscheiden uns für Little Farmers Cay. Zum Glück sind wir früh angekommen, denn nach und nach wird es immer voller. Langsam wird es knapp an guten Ankerplätzen, anscheinend haben alle die gleiche Idee wie wir gehabt.

Little Farmers Cay wurde als erstes von einer freien Sklavin namens Chrisanna mit ihren beiden Söhnen Michael und Adam und ihrer Tochter Eve besiedelt. Chrisanna kaufte dieses Island von der Englischen Krone und die meisten der heute hier lebenden 55 Einwohner sind Nachfahren dieser Familie. Michael hatte 13 Kinder und Adam 5. 

Am Samstag, den 07. April 2012 segelten wir 5 Meilen weiter in nach White Point, White Point3

eine einsame Bucht mit Sandstrand, wo wir unsere Freunde Claudia und Thierry von Vanupieds nach 7 Wochen wieder trafen. Thierrys Mutter ist zu Besuch und das Wiedersehen wurde mit einem ausgiebigen Apèro  gebührend gefeiert. Man hat ja auch soooo viel zu erzählen. Ostersonntag gab es das jährlich Eier tatschen. Robert hat seine künstliche Ader entdeckt und prachtvolle Ostereier bemalt. P1030632.JPG

Ostermontag verbringen wir in Black Point, einem der wenigen bewohnten Orte die man in den Exumas findet. Es wird etwas frisches Gemüse und Obst eingekauft. Staniel Cay war der nächste Anlaufpunkt. In der imponierenden Grotte, wo Aufnahmen zum James Bond Film „Thunderball“ gedreht wurden, zu schnorcheln war ein highlight. Und auf Big Majors Spot schwammen wir am Pig Beach mit den Schweinen um die Wette. Staniel Cay,Schwimmen mit Schweinen

Ab und zu kam mal ein Ammenhai ans Boot, um zu schauen ob es was gutes zu Fressen gibt und wir beobachteten fasziniert wie diese herrlichen Tiere im Wasser lautlos dahingleiten. Baha.Haie an Bord

Über Simpson Cay, Bell Island und Shroud Cay ging es nach New Providence Island mit seiner berühmten Hauptstadt Nassau. Hier stürzten auch wir uns in den Touristenrummel, der aber, das muss man sagen, sehr relaxt und gemässigt ist. Selbstverständlich waren wir neugierig auf das weltberühmte „Hotel Atlantis“, dass man immer wieder in den Medien sieht.Nassau.Hotel Atlantis Nassau

Viele Berühmtheiten aus Show biss, Wirtschaft oder Politik haben hier schon in der exklusiven Suite hoch über dem Meer gewohnt und für diese Aussicht 25‘000 Dollar pro Nacht gezahlt (all inklusive, hat man uns gesagt, was immer das auch heissen mag?), man muss mindestens 4 Nächte buchen. Die Hotelanlage ist jedoch Sehenswert. Schon der Hafen mit den Superyachten beeindruckt, Nassau.Im Hafen von Hotel Atlantis

das Casino ist aufs feinste gestylt mit wunderschönen Glasskulpturen. Nassau.Glasskluptur Casino Atlantis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Aussenanlagen mit den verschiedenen Stränden und palmenumsäumte Wege sind geschmackvoll gestaltet und laden zum verweilen ein. Unterbrochen immer wieder von Pavillons, Bars oder kleinen Restaurants.Nassau.Pavillion Atlantis Besonders hat uns das Aquarium gefallen, das ab 17.00 Uhr dem Publikum freien Eintritt gewährt und speziell fantasievoll angelegt wurde. Hier kann man stundenlang den kleinen und grossen Meeresbewohnern zuschauen und fühlt sich ins versunkene Atlantis versetzt. Nassau. Aquarium,Seepferdchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wieder einmal muss ans leibliche Wohl gedacht werden und einkaufen ist angesagt, denn in den nächsten 10-12 Tagen liegen wieder mehr oder weniger einsame Inseln vor uns. Nassau.Grosseinkauf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es geht weiter über Eleuthera zu den Abacos.  

Immer wieder treffen wir auf noch herrlichere Inseln und können uns an den traumhaften Wasserfarben, den weissen und rosa Sandstränden, die frei von jeglichen Verkaufsbuden, Liegestühlen und fliegenden Händler sind, nicht satt sehen. Baha.Span.Wells

Man fragt sich „welcher Strand war denn nun der Schönste?“ Der Fotoapparat wird stark strapaziert, aber leider kann man nicht immer die augenscheinliche Atmosphäre im Bild festhalten. Ausser auf Nassau, wo man einige grosse Hotelanlagen findet, sind auf allen anderen Inseln „gemässigter Tourismus“ angesagt. Kleine Holzhäuser, Baha.Hope Town1

ja, natürlich fallen sie auch schon mal etwas grösser aus, wenn der Besitzer gleich die ganze Insel gekauft hat. Alles ist so geschmackvoll und liebevoll angelegt, dass man immer wieder ins Staunen gerät und nicht mehr wegfahren will.

Selbstverständlich gab es auch an Heidis Geburtstag eine hübsche Überraschung. Robert hat auf seinem Schnorchelgang Langusten gesichtet und schnell mal 2 kräftige Kerle gefangen.Baha.Gebutstags Essen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war nach dem Apéro mit Claudia, Thierry Baha.frozen Marguaritaund ihren Besuch aus der Schweiz, ein gelungenes Abendessen. Und als Dessert gab es auch noch die Geschenke von unseren Schweizern Freunden- leckere Schweizer Schocki!!!!!!!   

Langsam müssen wir aber leider die Bahamas verlassen, um weiter in die Staaten zu segeln, wo wir die diesjährige Hurrikan Saison verbringen wollen. Am Festland wird als erstes Ziel Jacksonville angesteuert und von da müssen wir dann noch hoch bis in die Chesapeake Bay segeln. Hier sind wir dann ausserhalb der Hurrikan Zone.

Weitere Bilder gibt es im Fotoalbum Bahamas April-Mai 2012, viel Spass!!!

Geschrieben von nuwam2

Veröffentlicht in #Reiseberichte

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