Einzigartige Galapagos Februar/März 2014

Veröffentlicht auf 4. März 2014

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Am 27. Januar 2014 war es soweit, wir starten durch zu den Galapagos. Um 8.30 Uhr hiess es „Anker hoch“ und mit schwachen Wind ging es los. So richtig zum eingewöhnen nach langer Zeit Abstinenz auf offener See.  Der Wind liess nicht lange auf sich warten und bescherte uns ein angenehmes segeln mit wenig Welle. Um 20.30 Uhr haben wir ein Reff für die Nacht genommen und konnten am 2. Tag morgens den Parasailor setzten. Bei Sonnenuntergang flaute der Wind ab und wir fahren 6 Stunden unter Motor. Um 07.00 am 29.01. segeln wir an der Insel Malpelo

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mit sehr schwachem Wind vorbei und starten wieder die Motoren. Aber am 31.01. bekommen wir 20 Knoten Wind, unruhige See und mittags einen heftigen Regenguss und nehmen für die Nacht wieder ein Reff ins Grosssegel. Am nächsten Tag geht’s so weiter und wir düsen mit 8.5-9.8 Knoten über mal mehr und mal weniger Wellen. Bekommen noch einen Regenguss und eine Menge fliegender Fische und Kalamares landen auf Deck, verspritzen ihre Tinte und stinken vor sich hin, bis man sie endlich gefunden hat. Nehmen für die Nacht noch ein 2.Reff. Am 02.02. erreichen wir die Nordspitze von Isla San Christobal, unserem 1. Ziel auf den Galapagos. Da wir nicht bei Dunkelheit in die Naufragio Bay einlaufen wollen, verringern wir nochmals das Tempo und gehen um 08.00 Uhr vor Anker.

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Mit einem Champagnerfrühstück stossen wir auf unsere 3. Äquatorüberquerung an und bedanken uns mit jeweils einem Schlückchen bei Neptun, Aiolos und nuwam2 für die super Überfahrt. Ungefähr 2 Stunden später kommen die Behörden an Bord. Wir hatten als Agent Johnny Romero gewählt und seine Schwester Karmela hat die Abwicklung auf San Christobal bestens durchgeführt.

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Da wir gut vorbereitet waren mit einem Zertifikat, dass unser Boot einen neuen Unterwasseranstrich in der Shelter Bay erhalten hat und einem Fumigation Zertifikat, das bestätigt, dass unser Boot ausgeräuchert wurde und somit Insektenfrei ist, gab es auch keine unangenehmen Überraschungen. Wir erhalten unser Autografo für einen Aufenthalt bis Ende März 2014.

Die Seelöwen entern in kürzester Zeit unser Boot und erklären es als ihr Schlafrevier.

DSC00020.JPGDie Belagerung: hinten Seelöwen

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                                      und vorne Pelikane DSC00169.JPG

Am Anfang finden wir das ja super lustig und ganz toll. Bis man dann merkt, dass die Tiere entsetzlich stinken und alles voll scheissen. Für die Reinigung empfehlen wir Clorox, nur damit konnten wir der Schweinerei zu Leibe rücken. Wir verbringen interessante Tage und lernen nicht nur wilde Tiere kennen, sondern auch Marco Rima, den Schweizer Comedian, der hier mit seiner Familie Urlaub macht. Bei einem Bierchen, dass er uns spendiert, tauschen wir Klatsch und sonstige Infos aus. Schnorcheln Kopf an Kopf mit den Seelöwen, Leguanen, Galapagos Haien, riesen Schildkröten und Cowrays . Beim Tauchen am Leon Dormido oder auch Kika Rock genannt, begegnen wir auch Hammerhaien. DSC00102

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Blaufuss Töpel

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                   Fregatte

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Da buddle mir mal ein Loch -

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und pressen, pressen -

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und so entsteht ein Leguan Ei!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Am 11.02. kommen die ersten Boote der ARC Round the World an, es werden 40 Schiffe erwartet. Wir stürzen uns noch in der Trubel zum Beginn der 7-tägigen „Fiesta Galapagos“,

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um am 15.02 weiter nach Isla Santa Cruz zu segeln. Der Ankerplatz hier ist ein wenig unruhig und man ankert mit Bug- und Heckanker. Puerto Ayora, das schmucke Hafenstädtchen bietet einiges, vor allen Dingen mal wieder „BUTIKEN“, eine Wohltat für die Frauenaugen.

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Und endlich kommen auch mal wieder die Beine bei ungewöhnlichen Wanderungen durch bizarre, zum Teil märchenhafte Landschaften, so richtig zum Einsatz.

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Am 25.02, um 07.30 Uhr wird Isla Isabela angesteuert, unserere letzte Insel auf den Galapagos. Nach 48 Meilen und einem Bilderbuch Segeltörn, setzten wir um 15.45 Uhr in einer vom Lavagestein umsäumten Bucht den Anker. Isla Isabela hat noch keine festen Strassen, nur Sandpisten und ist noch am urspünglichsten.

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Hier begrüssen uns nebst Pelikanen, Fregatten, Schildkröten, blaufüssige Tölpel, Leguane und Seelöwen auch noch possierliche Pinguine.DSC00173.JPG

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Eine Herde von ca. 30 gelben Kuhrochen zieht unter unserem Boot seine Kreise. Und beim Schnorcheln wird hier ein langersehnter Traum Wirklichkeit. Ein junger Seehund will uns seine Talente zeigen und testen was wir denn so drauf haben. Mit Saltos und Spiralen unter Wasser, die Wirbelsäule rückwärts verbiegend wie ein Akrobat, Luftblasen in allen Grössen vor sich hin blötternd, taucht er ca. eine halbe Stunde elegant um uns, unter uns und neben uns her. Bewundernd und anerkennend, so scheint es, blickt er Robert an, der es ihm nachmacht und neben ihm auf dem Meeresboden liegend Luftbläschen ausstösst. Es ist ein so fantastisches Erlebnis, das man gar nicht in Worte fassen kann. Schade haben wir keine Unterwasserkamera dabei gehabt.

Die Galapagos mit dem Boot zu besuchen wird einem nicht so einfach gemacht und ist auch ziemlich kostspielig. Vor allem die Gerüchteküche, was man so alles machen muss und darf oder auch nicht. Welcher Agent der beste ist, machen einen oftmals unsicher und man fragt sich, lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt, um sich ein Naturschutzgebiet anzuschauen? Ist es nicht nur reiner Kommerz, um unter dem Denkmantel „Naturschutz“ den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen? Wir haben es nicht bereut, die Galapagos zu besuchen und werden wahrscheinlich nie wieder Gelegenheit haben, einem so ungewöhnlichen Tier- und Pflanzenreichtum so nahe zu kommen. Ohne extremen Schutz wären schon einige dieser Arten ausgestorben. Auch die Flora bietet so manche Spezies, die es nur noch hier gibt.

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Beeindruckend der Galapagos Kaktus, der mit dem Alter die unteren Stacheln abwirft, verholzt und einen Stamm wie ein Baum bildet.   

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Die Vorbereitungen für die lange Überfahrt von ungefähr 21-30 Tagen auf die Marquesen sind im Gange. Drückt uns die Daumen und betet für gutes Wetter. Wer Interesse und Lust hat, zu sehen wie unsere Fahrt verläuft kann sich jederzeit auf unserem Blog in der Rubrik „unsere Position“ informieren.

 

                                    Und noch ein paar Bilder zum Abschluss!

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                                                      Ein bischen Schatten muss sein!

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Wer hat so blaue Augen?                                            P1040912                                                                            Seeigel


Geschrieben von nuwam2

Veröffentlicht in #Reiseberichte

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