Und es geht nach Süden März 2013!
Veröffentlicht auf 20. März 2013
Auf unserem Weg nach Süden geniessen wir noch einmal in vollen Zügen die einmaligen Bahamas.
Mit kleinen Stopps auf den Exuma Cays, die wir zum Teil schon vom letzten Jahr kennen, segeln wir bis George Town auf Great Exuma Island.
Unterwegs treffen wir auf Great Guana Cay in Black Point die S/Y cat-antigua mit Uschi und Artur, die wir in Tobago kennengelernt haben.
Am 15. Februar 2013 segeln wir mit super Wind von Little Farmers Cay direkt nach George Town. Hier erwarten uns nach Wochen mehr oder weniger einsamen Inseln,
300 Boote! Darunter auch Claudia und Thierry von Vanupieds und Reiner und Erika von der Schweizer Segelyacht Nora, die wir aus Grenada kennen.
George Town ist die Hochburg für die Cruisers aus den Staaten und Kanada. Jedes Jahr fallen hier Heerscharen von Seglern und Motorbooten ein, um die Wintersaison mit gutem Wetter und vor allem viel „Fun“ zu überbrücken. Manche kommen schon seit mehr als 25 Jahren hierher. Mit dem Cruisers Netz (über VHF) beginnt jeden Morgen ab 8.00 Uhr das Programm. Zuerst der Wetterbericht und dann Meldungen über die täglichen Aktivitäten. Um 09.00 Uhr am Strand, im Schatten von Pinien und Ausblick aufs Meer, findet der Yoga Unterricht statt. Angenehmer kann man den Tag gar nicht beginnen.
Weiter geht’s mit Volley Ball am Mittag oder diversen Gesellschaftsspielen wie Mexican Domino, Romy Cup oder Poker.
Sehr amüsant sind die Paraden z.B. Pet Parade (hier werden die Bootstiere zur Schau gestellt) oder eine Dinghy Parade, egal wie grotesk sie auch sind.
Selbstverständlich dürfen die Strandapéros nicht zu kurz kommen. Wir treffen uns mit einigen Kanadiern, die wir schon vom ICW kennen und es geht recht feuchtfröhlich zu.
Abends wird in der Hamburger Beach zur Jam Session geladen. Jeder, der ein Instrument spielen oder singen kann, macht mit und die Stimmung ist entsprechend entspannt. Ab und zu wird auch zum Tanz geladen und es wird eine heisse Sohle auf den Strand gelegt.
Aber nicht nur Vergnügen ist angesagt, auch die Arbeit am Boot kommt nicht zu kurz. Unsere Batterien gehen immer schlechter. Wir hatten gehofft, noch bis Jamaika warten zu können, aber die Entladung geht so schnell, dass wir sie schnellstens auswechseln müssen. 7 Batterien müssen gefunden werden. Glück im Unglück, kann man sagen, denn wir finden hier genau die richtige Grösse, die in unseren Batterie Park passt. Die alten Batterien werden ausgebaut und Robert markiert, fotografiert und beschriftet alles im Detail, damit er beim Einbau auch bloss nichts falsch macht. Mit diesen Informationen und der Unterstützung von Ron, der mit seiner Frau Simone und Baby Kim auf dem deutschen Catamaran Romon unterwegs ist, ist der Einbau rasch und unkompliziert erledigt.
Jetzt kann es weiter gehen. Wir segeln nach Long Island und ankern erst in der Wemyss Bay und segeln dann weiter in die Thomson Bay. Hier warten wir auf guten Wind aus der richtigen Richtung, damit wir zu den Aklins weiter fahren können, die letzten Etappe in den Bahamas.
Langsam kommt ein bisschen Abschiedsschmerz auf, denn dieses Revier zählt mit zu den schönsten, die wir bis jetzt besegelt haben. Aber wir freuen uns auch wieder auf Jamaika und natürlich auf die nächste neue Herausforderung die SAN BLAS, Inseln vor Panama die von den Kuna Indianern bewohnt und noch vom Massentourismus verschont sind. Das heisst natürlich auch "verlassen der Zivisilation".